Dein Ziel ist wie ein Berg

BergSamstag Morgen 8 Uhr auf einem Parkplatz im Allgäu, der Nebel ist dicht und verdeckt das Ziel. Dieses ist 2047 m hoch und geschätzte 4 3/4 Stunden weit weg vom Parkplatz. Ja, es geht um ein Ziel zu erreichen, heute ist es einen Berg zu erklimmen. Und bei einem Berg besteigen verhält es sich ähnlich wie auf dem Weg zum Erfolg.

Der Berg ruft

Ich laufe also los bei 9°C und habe das Ziel vor dem inneren Auge. Die Beschilderung ist unten noch ganz gut und ich finde recht schnell den Weg. Doch keine halbe Stunde stehe ich vor der ersten Schwierigkeit. Die Beschilderung zeigt in zwei mögliche Richtungen und der dritte Weg ist gar nicht beschildert. Wo lang? Ich entscheide mich für den 3., es ist ein Trampelpfad und ziemlich steil. Aber ich habe ja ein Ziel und da ist der Weg zweitrangig. Es geht um das erreichen des Ziels. Zu späterem Zeitpunkt merke ich, dass ich eine Abkürzung genommen habe und mir einiges an Zeit eingespart habe. Auf die innere Stimme hören bringt also doch mehr als blindlings einer Beschilderung zu folgen. Jetzt, auf einem Wirtschaftsweg geht es gemächlich nach oben. Die Schilder zum Berg sind wieder da und ich fühle mich sicher. Doch auch dieser breite Weg findet sein Ende und es geht über einen Trampelpfad weiter hinauf – immer noch voll motiviert das Ziel zu erreichen.

Plötzlich bemerke ich die Ruhe. Ich laufe gerade durch den Wald auf diesem Trampelpfad und sämtliche Geräusche der Zivilisation sind weg. Ab und zu ein Blätterrauschen, ein Eichhörnchen kreuzt meinen Weg und in weiterer Ferne der Ruf eines Vogels. Sonst nichts. Das ist Erholung pur. Die Gedanken komplett zur Seite schieben und einfach die Natur genießen während ich meinem Ziel näher komme. Plötzlich ein Schuss, dann ein zweiter, dritter und vierter. Die Gedanken drehen sich sofort um das betroffene Tier: Muss das sein? Dann wieder Ruhe. Ich treffe zwei weitere Wanderer, die auf dem Weg zum Gipfel sind. Ein kurzes Gespräch und die Bemerkung: „Das muss ein schlechter Schütze sein, wenn er vier Schüsse braucht.“ Ich überhole die beiden und fokussiere mich wieder auf den Weg und das Ziel.

Schwierigkeiten zeigen sich

Sonne bricht durch NebelDas Gelände wird langsam schwieriger, steiler und felsiger. Der Motivation tut es aber immer noch keinen Abbruch, dafür ist das Ziel zu stark. Dann… die Sonne bricht ein erstes Mal durch den Nebel. Neben dem Genuss der Natur der nächste sehr schöne Moment auf dem Weg durch den Wald. Wärme, Freude und noch höhere Motivation stellen sich ein. Schließlich komme ich aus dem Wald heraus, der Weg nicht mehr erkennbar. Ich sehe nur eine Stahlleiter und darüber einige Drahtseile am Felsen. Kurz verschnaufen und weiter geht’s. 30 min. im felsigen Gelände klettern, teilweise auf allen vieren. Durch meine Höhenangst wird es jetzt für mich langsam zur Tortur. Ich sehe nach oben, sehe nach unten. Kein Anfang und kein Ende in Sicht. Es ist wieder Nebel aufgezogen, der mir den Blick zum Gipfel versperrt. Lediglich die Markierungen auf den Felsen zeigen mir, dass ich mich noch auf dem richtigen Weg befinde. Gedanken wie: Muss ich mir das antun? Diesen Weg? Gibt es keine Alternative? Soll ich jetzt aufgeben und umdrehen? schleichen sich in mein Gedankenkarussell. Ich bin kurz davor umzudrehen, denke ich habe mir hier vielleicht doch zu viel vorgenommen.

Ziel erreichtEndspurt

Und wieder kommt ein Sonnenstrahl durch den Nebel und lässt mich ehrfürchtig vor dem grandiosen Ausblick inne halten. Einige Minuten diesen Ausblick genießen und schon ist die Motivation weiter zu gehen da, das Ziel kann ja nicht mehr weit sein. Und dann, total unerwartet, reißt es völlig auf. Der ganze Berg ist in der Sonne und ich sehe, dass ich fast auf dem Sattel bin. Eine erste Freude, es geschafft zu haben, stellt sich ein. Die Motivation jetzt noch die letzten Meter zu gehen ist da und es fühlt sich an als würde mich nichts mehr aufhalten können. Ich komme in leichteres Gelände und kann einige Zeit entspannt gehen. Auch als sich die letzten Kletterpassagen zeigen, macht es mir nichts mehr aus. Wenige Minuten später stehe ich oben: ich habe mein Ziel erreicht! Jetzt durchschnaufen und den Moment über den Wolken genießen.

 

Der Weg zum Erfolg

Wie bei dieser Bergwanderung verhält es sich auf auf dem Weg zum Erfolg. Jeder erfolgreiche Mensch hat auch mit Hürden und Schwierigkeiten auf seinem Weg zu tun gehabt. Ich kann mir auch gut vorstellen dass viele ans aufgeben gedacht haben, manche haben es sicher auch getan. Über die spricht man heute nicht mehr, man spricht nur über die erfolgreichen. Diejenigen, die an ihrem Ziel fest gehalten haben und auch in den schwierigen Situationen sich immer wieder motiviert haben ihr Ziel zu erreichen. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Auch wenn dir auf deinem Weg zum Erfolg die ein oder andere Hürde dazwischen kommt – halte an deinem Ziel fest. Es zeigen sich in den richtigen Momenten Möglichkeiten wie du voran kommen kannst. Fokussiere dich auf dein Ziel und tu dein möglichstes, dieses zu erreichen. Es ist alles Kopfsache. So wie du mit deinen Gedanken umgehst, weitermachen oder aufhören, wird sich deine Einstellung zum erreichen des Ziels in der Realität manifestieren. Der Weg ist nicht das Ziel. Erst wenn du da bist, wo du hin wolltest, hast du dein Ziel erreicht. Und dann genieße es!

Für die Fälle in denen du alleine nicht weiter kommst, keinen Ausweg aus deiner Situation siehst: melde dich und lass uns gemeinsam schauen wo deine Ziele sind und wie der Weg dahin aussehen kann.