Glaubenssätze: Erfolgsförderer oder -verhinderer?

Glaubenssätze begegnen dir jeden Tag. Manche von Ihnen kannst du als solche erkennen, manche hältst du für die absolute Wahrheit. Wie kommt es dazu und was sind Glaubenssätze eigentlich?

Glaubenssätze sind Annahmen über uns selbst oder auch wie die Welt da draußen funktioniert.

Du kannst aus diesem Satz bereits erkennen, woher die Glaubenssätze stammen. Hauptsächlich aus deiner Erziehung und deinem bisherigen Leben, von Vorbildern oder Einflüssen deines Umfelds. Hast du bestimmte Sätze immer wieder gehört, haben sie sich in dein Unterbewusstsein „eingebrannt“. Aber auch Ergebnisse von Erlebnissen oder erfolgloser Bemühungen können sich zu einem Glaubenssatz entwickeln.

Kennst du einige der folgenden Sätze?

  • Ich muss hart arbeiten um erfolgreich zu sein.
  • Die anderen sind besser als ich.
  • Geld stinkt
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
  • Ich muss alles perfekt machen

Diese oder andere Sätze haben sich in deinem Unterbewusstsein festgesetzt und bestimmen daraus dein Denken und Handeln. Das ist nicht weiter schlimm. Denn es gibt neben den hinderlichen, auch förderliche Glaubenssätze. Das entscheidende ist, diese aufzudecken und in die richtige Kategorie einzuordnen. Selbstverständlich willst du diejenigen, die dich an deinem Erfolg hindern beseitigen und die anderen dafür nutzen.

Glaubenssätze erkennen

Viele der genutzten Glaubenssätze haben einen alten Ursprung und haben sich sogar zu Sprichwörtern im Allgemeingebrauch entwickelt. Einige Beispiele

  • Schuster, bleib bei deinen Leisten.
  • Ohne Fleiß kein Preis.
  • Bleib so, wie du bist.

Selbst hier erkennst du, dass diese Glaubenssätze für dich sowohl eine förderliche, als auch eine hinderliche Seite haben. „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ kann dir dazu verhelfen deine Stärken und Potenziale weiter zu entfalten. Dagegen spricht aber auch, dass du nichts anderes ausprobierst und Neues entdecken wirst.

Der einfachste Weg, Glaubenssätze zu erkennen ist, deine Gedankengänge zu dem Thema (z.B. Erfolg) aufzuschreiben. In dem Moment kannst du mehrere bis alle Glaubenssätze finden und bestimmte Verhaltensmuster leichter erkennen. Achte auf Verallgemeinerungen in den Glaubenssätzen und auf die Bereiche, in denen du diese verwendest. Es ist nämlich leicht möglich, dass dir der eine Glaubenssatz bei deiner Arbeit hinderlich ist, für dein Hobby jedoch sehr hilfreich sein kann. Ein passendes Beispiel hierfür ist „ohne Fleiß kein Preis“. Bei deiner Arbeit ist die Gefahr, dich zu überarbeiten um etwas zu erreichen sehr hoch. Der Nebeneffekt könnte der Verlust des eigentlichen Ziels sein. Für den sportlichen Hobbybereich kann vermehrtes Training dir zu wahren Höchstleistungen verhelfen.

Umgang mit den Glaubenssätzen

Sind dir die wesentlichen Glaubenssätze für dein Thema bekannt, kannst du entscheiden wie du damit umgehen möchtest. Dazu hast du drei Möglichkeiten

  1. auflösen
  2. verändern
  3. behalten

Wie du damit umgehst, ist in erster Reihe davon abhängig ob sie dir nützlich oder hinderlich sind. Das kannst du über folgende Fragen eingrenzen:

  • Woher stammt dieser Glaubenssatz? Ist es eine eigene Erfahrung oder habe ich ihn von jemand anders übernommen?
  • Ist das heute noch für mich und meine aktuelle Situation zutreffend?
  • Wie fühle ich mich wenn ich diesen Glaubenssatz vorlese? Ist es einengend oder eher ausweitend?
  • Gibt es für meine Situation eine sinnvolle Alternative? Kann ich aus meinem jetzigen Glaubenssatz eine Umformulierung schaffen, die mir nützlich ist?

Wichtig ist, sobald du dich für eine Veränderung des Glaubenssatzes entschieden hast, diesen neuen auch für sämtliche Bereiche deines Lebens zu prüfen. Möglicherweise müsste noch das ein oder andere Detail hinzugefügt oder weggenommen werden um überall gut zu passen.

Ein Beispiel für die Veränderung eines Glaubenssatzes möchte ich dir zeigen

Glaubenssatz: Du musst nur wollen und der Erfolg wird sich einstellen.

Alternative: Du musst wollen und können damit sich der Erfolg einstellen kann.

Regelmäßige Prüfung

Glaubenssätze zu einem bestimmten Thema können sich durch Situationen wieder verändern. Hast du am oben genannten Beispiel den Zusatz „und können“ hinzugefügt, besteht die Möglichkeit, dass dieser nach einiger Zeit wieder weg ist. Das liegt sehr oft an den Gewohnheiten unseres Lebens. Diese brauchen eine gewisse Zeit, bis sie sich verändert haben. Prüfe daher in regelmäßigen Abständen wie es um deine Glaubenssätze steht. Bist du in ein altes Muster zurück gefallen, entscheide dich wieder für den neuen Weg.

Einige der Glaubenssätze sind sehr tief in dir verankert. Diese können bis in die früheste Kindheit zurück führen, in Einzelfällen sind Glaubenssätze sogar von den Eltern vererbt worden. Da hilft auch nicht mehr, sich regelmäßig für den neuen Weg zu entscheiden. Holistic Coaching ist hier eine bewährte Methode, solche Glaubenssätze zu erkennen und zu lösen.

Erfolgsfördernde Glaubenssätze

Prüfe folgende Glaubenssätze, ob sie dich bei deinem Erfolgsstreben weiter unterstützen

  • Das Leben ist voller Möglichkeiten
  • Es steht mir zu, das zu erreichen, was ich möchte
  • Ich bin es mir wert, erfolgreich zu sein
  • Ich erschaffe mir meine Umstände selbst